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Rügen, von Neddesitz nach Promoisel

Ein Reisebericht von Michael Mahlke

Eine kleine Wanderung

Abbildung: Frühlingswiese in Neddesitz - Foto: Michael Mahlke

Von Neddesitz nach Sagard

Neddesitz ist eine kleine Ortschaft nördlich von Sagard. Das Örtchen eignet sich sehr, um einen entspannten und interessanten Einblick in das Rügen von gestern und heute zu erhalten. Die geraden und grünen Wiesen zwischen den neuen Ferienhäusern zeigen dem Städter mit ihrer sonst kaum noch anzutreffenden natürlichen Blumenpracht auf wunderbare Weise die Schönheit der Natur im Kleinen wie im Grossen und im Wandel der Jahreszeiten.

Rund um Neddesitz ist die lebendige Geschichte von Rügen zu entdecken. Es gibt dort im Wald einen uralten Opferstein, direkt hinter Neddesitz ist Gummanz mit dem Rügener Kreidemuseum und dem Kreidelehrpfad und das alte Gutshaus mit einem Rest des ursprünglichen Weges zeigt symbolisch sehr schön die Verbindung von Landwirtschaft, Leben auf dem Lande und Rügener Kreideabbau auf.

Abbildung: Die Pflastersteine von Neddesitz - Foto: Michael Mahlke

Die Spuren des alten Rügen

Wenn man Neddesitz hinter den Ferienhäusern verläßt in Richtung Sagard, dann ist links und rechts der Strasse viel Grün und viel Acker zu sehen.
Freundliche Häuser mit schönen Farben geben den Farben der Natur einen besonderen Reiz durch Kontrast oder Ergänzung.

Doch schon nach ein paar hundert Metern gibt es zu dieser Farbenpracht ein Stück der Rügener Geschichte. Kurz nach diesen schönen Häusern kommt eine Strassenkreuzung.

Dort kann man links abbiegen in Richtung Promoisel und Rusewase. Und dort betreten wir die Geschichte von Rügen im wahrsten Sinne des Wortes.

Abbildung: Farbenpracht am Nationalpark Jasmund - Foto: Michael Mahlke

Abbildung: Die alte Strasse Richtung Rusewase - Foto: Michael Mahlke

Richtung Promoisel

Grosse neuere und andersfarbige kleinere und grössere ältere Pflastersteine wechseln sich ab und erzählen nicht nur die Geschichte der Strassen auf Rügen in den letzten Jahrhunderten sondern auch die Geschichte der verschiedenen Bauarten mit Pflastersteinen oder dem Versuch, diese durch moderne Baumittel zu ersetzen.

Direkt neben der Strasse schauen uns neugierig Schafe bei unserer Wanderung zu und viele Blumen lachen uns und der Sonne entgegen.
Nach knapp zwei Kilometern kommt eine kleine Steigung und man nähert sich den ehemaligen Kreidebrüchen. Diese sind in einigen hundert Metern Entfernung zu sehen. Die Strasse selbst schwingt sich zwischen den Feldern hin und her und zeigt nach der kleinen Steigung einen wunderschönen Ausblick je nach Blickwinkel auf Neddesitz oder bis zum Grossen Jasmunder Bodden, der Ostsee, zu Kap Arkona und manchmal auch Hiddensee.

Abbildung: Blick auf den Bodden und Hiddensee kurz vor Promoi - Foto: Michael Mahlke

"Raststätte" für Wanderer

Und plötzlich tauchen ein paar Schilder auf. Einige warnen vor dem unbefugten Betreten der Kreidebrüche, ein anderes lacht den Wanderer auf freundlichste Weise an.
Dort wird der Wanderer eingeladen zu einer kleinen Pause in ca. 600 Meter Entfernung. Die dampfende Tasse Kaffee auf dem Schild und das Versprechen auf eine herrliche Aussicht im “Lebensraum” machen neugierig.

Kurz darauf erscheint auch schon das Ortsschild von Promoisel und das erste Haus an der Strasse begrüsst uns mit einer alten Architektur und einer frischen natürlichen Blumenpracht.
Und kurz darauf finden wir den Weg in den “Lebensraum“, der uns so neugierig gemacht hat.



Abbildung: Lebensraum - "Raststätte "für Wanderer - Foto: Michael Mahlke

Manfred Pesch

Als wir das Grundstück betreten begrüsst uns ein freudig und freundlich strahlender Herr, der sich vorstellt: “ Pesch, Manfred Pesch ist mein Name.”
Auch wir stellen uns vor und er zeigt uns voller Stolz sein wunderschönes naturbelassenes Grundstück. Wir spüren sofort, dass Manfred Pesch diesen Ort liebt.

Er hat sich mit seiner Frau eines Tages überlegt, dass es doch schön sein müsse, wenn sie dieses Glück an diesem schönen Fleckchen Erde mit anderen teilen könnten. Und deshalb beschloss das Ehepaar Pesch ihre “Raststätte für Wanderer “ zu eröffnen.

Wir erhalten einen frisch gebrühten Kaffee und ein leckeres Stück selbstgebackenen Pflaumenstreuselkuchen und geniessen eine Landschaft, die dem Begriff Lebensraum gerecht wird.

Alle paar Meter ist das Grundstück aufgeteilt in neue und natürlich abgegrenzte Plätze für das gemütliche Erholen.
Die Raststätte für Wanderer ist von Mai bis September Dienstags bis Sonntags ab 11 Uhr geöffnet.
Nach dieser Pause kann man entweder zurückgehen oder weiter nach Sassnitz, ca. 5 Kilometer, und von dort mit dem Bus zurückfahren (auf den Fahrplan achten!). Die Wanderung von Neddesitz nach Promoisel ist ca. 4 km lang, so dass man in einer guten Stunde dort ist. Man entdeckt auf diesem Stück das ursprüngliche Rügen und kann im „Lebensraum“ die Natur geniessen, zumal dort grosse Teile der Insel rundherum zu sehen sind. Bei klarer Sicht kann man den wunderschönen Panoramablick zum Seebad Binz und bis zur Insel Hiddensee geniessen.

Abbildung: Manfred Pesch - Foto: Michael Mahlke

Wir erhalten einen frisch gebrühten Kaffee und ein leckeres Stück selbstgebackenen Pflaumenstreuselkuchen und geniessen eine Landschaft, die dem Begriff Lebensraum gerecht wird.

Alle paar Meter ist das Grundstück aufgeteilt in neue und natürlich abgegrenzte Plätze für das gemütliche Erholen.
Die Raststätte für Wanderer ist von Mai bis September Dienstags bis Sonntags ab 11 Uhr geöffnet.
Nach dieser Pause kann man entweder zurückgehen oder weiter nach Sassnitz, ca. 5 Kilometer, und von dort mit dem Bus zurückfahren (auf den Fahrplan achten!). Die Wanderung von Neddesitz nach Promoisel ist ca. 4 km lang, so dass man in einer guten Stunde dort ist. Man entdeckt auf diesem Stück das ursprüngliche Rügen und kann im „Lebensraum“ die Natur geniessen, zumal dort grosse Teile der Insel rundherum zu sehen sind. Bei klarer Sicht kann man den wunderschönen Panoramablick zum Seebad Binz und bis zur Insel Hiddensee geniessen.